Samstag 8. September 2018 

MUSEUMSNACHT
Silent Dance Floor 
Music of Emptiness – Tanzbare Beats in der Leere

Die dritte Museumsnacht im MoE bittet gleich dreifach zum Tanz. Mit «Music of Emptiness» kreiert  tonangeber.ch Beda Senn aus Zürich eine Ode an die Leere und baut Schallskulpturen vom Feinsten. Komponist und Sänger raoulnagel.com aka DJ Lunao legt auf und spielt live improvisierte Tanzmusik aus der Leere. Zusammen mit silentparty.ch laden wir zu zeitlosen Klangwelten und tanzbaren Beats in der Stille ein. Im MoE wählt Ihr Euren persönlichen Wunschkanal (Kopfhörer vor Ort) und könnt eigene Musikstücke in die Playlist der Museumsnacht einfügen. An der Bar sorgt wie jedes Jahr Philipp Grob von Cocktails & Bitters für “silent waters”.

18:00 – 01:00
silent music
Innen und Aussen

21:00 – 01:00
silent disco
Live eingespielter Tanzkanal

22:00 – 01:00
silent party
Dancfloor mit Eurer Playlist

 

31. August  2018 

URSULA RIKLIN / ROMAN RUTISHAUSER
Nachhall in der Leere 
Uraufführung der Komposition “Mondsichel mäht so leis …” 

In Kooperation mit dem «Museum im Lagerhaus» und dem «Container für Unerhörtes» lädt Gilgi Guggenheim zu einer besonderen Uraufführung im MoE ein: Ein musikalischer Nachhall aus Texten von Ursula Riklin-Lorenz (1936 – 2013). Die St.Galler Schriftstellerin veröffentlichte Lyrik und Prosa und erhielt für ihre Erzählungen den Harder Literaturpreis. Aus dem Nachlass ihres dichten literarischen Werks hat der Musiker und Dirigent Roman Rutishauser eine Auswahl für Chor vertont. Entstanden ist ein mehrstimmiges Klangbild, das er zusammen mit Sängerinnen und Sängern in seinem ausrangierten Hochsee-Container entwickelte. Eine Komposition in Worten, die ihre Aussage erst ganz unter der Haut enthüllt.
Musik und Text nehmen mit der Leere des Museum of Emptiness und der Ausstellung «Backstage» des Museum im Lagerhaus ein Zwiegespräch an zwei aufeinander folgenden Orten auf.

Im MoE singt der Chor die Komposition „Mondsichel mäht so leis…“  vorgängig allein und verlässt dann den Klangraum. Die Zuhörenden tauchen in die nachschwingendenden Schallwellen ein und hören den Nachhall in der Leere, die Uraufführung eines innerlich klingenden Chorkonzerts.
Im Anschluss spazieren Chor und Publikum gemeinsam zum nahe gelegenen Museum im Lagerhaus und erleben dort die physisch hörbare Aufführung innerhalb der Ausstellung.
 
Uraufführung  „Mondsichel mäht so leis …“ 
Text: Ursula Riklin-Lorenz
Komposition & Klavier: Roman Rutishauser
Gesang: «Chor im Lattich»

Teil I: Beginn 20:30 im MoE  Museum of Emptiness
Teil II: Anschliessend im Museum im Lagerhaus

30. Juni 2018

SAMUEL BECKETT
Der Namenlose 
Mit dem Schauspieler Nils Torpus in der Stille nach Beckett

„Es macht mir nichts aus, zu scheitern, ich habe das gern, ich möchte nur schweigen. Nicht so, wie ich es gerade tat, um besser zu lauschen, sondern friedlich … Das wäre das gute Leben, endlich das Leben.“ (aus «Der Namenlose» von Samuel Beckett)

Der Regisseur Nils Torpus pilgert vier Tage schweigend zum MoE. Er beginnt wieder zu sprechen in dem er im Museum den Roman „Der Namenlose“ von Samuel Beckett liest. Ein poetisches Dokument eines inneren Monologs, der mit der Hoffnung einhergeht, im Schweigen zu münden. Torpus kommt inmitten dieses niedergeschriebenen Redeschwalls an, um nichts sagen zu müssen, und dies möglichst wortreich. So wie das Ich des Romans für eine nicht näher zu bestimmende Umgebung spricht, findet die Lesung im MoE ohne Publikum statt. Erst abends, wenn das Buch fertig (vor)gelesen wurde, ist das Publikum eingeladen der Stille nach Beckett zu lauschen.

Formal löst sich die Umsetzung von traditionellen Mustern und nimmt so die Sehnsucht des Namenlosen auf, in der Sprache zu schweigen. Becketts Wagnis, sich durch Sprache von Sprache zu lösen, wird hin zu einer vollen Leere ausformuliert.

Idee und Konzept: Gilgi Guggenheim und Nils Torpus

Nils Torpus, 1969, ist freischaffender Schauspieler und Regisseur, Gast-Dozent und Mentor an der Hochschule der Künste Bern. Als ehemaliger künstlerischer Leiter des Theater Marie Aarau führt er Regie in eigenen Produktionen der freien Szene Schweiz und wurde u.a. am Stadttheater Bern sowie Opernhaus und Schauspielhaus Zürich engagiert. In Ödön von Horváths Schauspiel «Geschichten aus dem Wiener Wald» ist Nils Torpus zur Zeit auch im Grossen Haus des Stadtheaters St.Gallen zu sehen.

13. Mai 2018

INTERNATIONALER MUSEUMSTAG
#waitingroom

Vor einem Jahr wurde das MoE zur Plattform der Museen der Schweiz aufgenommen und nimmt zum zweiten Mal am Internationalen Museumstag teil. 

Entsprechend dem diesjährigen Motto des Internationalen Museumstages «taggen, sharen, liken – das hypervernetzte Museum», wird das städtisch dichte Programm um ein Angebot weniger im MoE erweitert. Das Museum of Emptiness öffnet die Fenster für einen digitalen Zwischenhalt in der realen Leere. Erleben Sie Ihre eigenen Ideen als inspirative Wellness, um für den virtuellen Spaziergang neuen Speicherplatz zu schaffen. Die aktuelle Ausstellung des slowakischen Künstlers Stano Masár WAITING FOR ARTIST`S IDEA lädt Sie life dazu ein.

pflücket den tagg, kommt in sharen, oder liked für eine verschnaufpause im #waitingroom

www.museums.ch

MoE  Museum of Emptiness / Waiting for Artist`s Idea / Foto: Gilgi Guggenheim

6. Mai 2018 

STANO MASÁR
Waiting for Artist`s Idea

Im Hinblick auf den Internationalen Museumstag wird die kommende Ausstellung des slowakischen Künstlers Stano Masár, zusammen mit Juraj Čarný, Kurator der Kunsthalle Bratislava, im MoE eröffnet:
 
„Unser Leben könnte vereinfacht auch als permanentes Warten bezeichnet werden. Jeder von uns wartet auf etwas, doch sind Warteräume selten beliebt“, sagt der Künstler Stano Masár und geht dabei vom Menschen als Sammler und Jäger aus, der im Prozess des zwingenden Wartens auf dass „etwas passiere“, ein anspruchsvoller Stratege sei, der versucht die langfristige Zukunft dieser Welt kreativ zu verändern.
Masár geht mit seiner Arbeit im MoE direkt auf grundlegende Ideen des Museums ein und reflektiert diese. Seine spielerische und postkonzeptionelle Kunst ist geprägt von historischen und zeitgenössischen Kunstwerken slowakischer und globaler Herkunft. Nach kritischen Analysen der Kunstgeschichte wendet er sich den Institutionen selbst und der Kunstwelt zu. Er zeigt eine leere TATE-Ecke, eine MoMA-Wand, oder einen Warteraum für Ideen und holt die zerbrechliche Essenz der Dinge aus der Realität ihres alltäglichen Seins.
Im MoE lädt uns der Künstler ein, freiwillig in seinen Warteraum einzutreten und unsere persönlichen Ideen darin als geistige Wellness zu erleben.

#waitingroom 
www.stanomasar.com

5. April 2018

ARIARIUM
Filmabend mit Live Gesang

«In Sichtweite Klangnah» ein Filmabend mit Live Gesang von und mit Walter Siegfried

Walter Siegfrieds “Situative Gesänge”, die er über zwanzig Jahre für verschiedene Orte entwickelte, wurden schon mehrfach ausgezeichnet und gefördert, wie etwa mit einem Auftrag für das Museum Franz Gertsch in Burgdorf oder dem Projekt Teutopia in München mit Joep van Lieshout, sowie dem Festival der Regionen in Österreich. Die daraus entstandenen Dokumentationen und Filmsequenzen werden nun live von der Gesangsstimme des Künstlers überlagert. Die Musik, die Siegfried für die einzelnen Stationen seiner akustischen Spaziergänge einsetzt, erklingt in zwei Räumen; sowohl im virtuell abgebildeten Raum wie im Realraum der Filmprojektion. Synchron durchwandert der bald 70 jährige Sänger die reproduzierten Bildstrecken seiner Vergangenheit und lässt sie in der Leere neu erklingen.

www.ariarium.de

23. Februar 2018 

WOGGON & MEYER
leereel

Theatrale Improvisationen aus dem Nichts 
von und mit Mirjam Woggon & Romeo Meyer

Die grosse Kraft der Improvisation ist es, aus Nichts etwas entstehen zu lassen. Sobald dies geschieht, scheint das Nichts zu verschwinden. Das Duo Woggon & Meyer fordert diese Dynamik im Museum of Emptiness heraus und stellt sich der Frage, ob Leere verdrängt oder vergrössert wird, wenn sich der Raum mit Geschichten der Leere füllt. Durch verschiedene theatrale Mittel erwartet uns im MoE eine spielerische Umsetzung, die sich frei von Requisiten und Textvorgaben behauptet.
Seit nunmehr 15 Jahren improvisieren Mirjam Woggon aus Stuttgart und Romeo Meyer aus Basel (als ehemaliges Ensemblemitglied des Stadttheaters St. Gallen bekannt) auf kleinen und grossen Schauspielbühnen. Das Duo lässt sich in immer neuen Räumen auf unterschiedlichste Themen und wechselndes Publikum ein. Mit Ernsthaftigkeit und Humor wird jeder ihrer Abende zur unvergleichlichen Premiere.

(Kollekte)

17.  Dezember  2017 

JUDITH HUBER
to level out

Letzter offener Abend der Performance-Reihe St. Gallen 

Die in Luzern lebende Künstlerin Judith Huber, Gründerin des migma Performancefestivals und Co-Präsidentin des Performance Art Network CH/PANCH, beschäftigt sich in ihrer Arbeit mit dem Erkunden des Moments durch minimalistische Gesten und Bewegungen. Ausgehend von einem Schwebezustand, balanciert sie im MoE zwischen Innen- und Aussenraum und durchforscht die “Konsistenz der Leere”. Lässt sich diese teilen oder durchschneiden, wieder ins Lot bringen und zu einer Masse bilden? Mit « to level out » stellt die Performerin die Frage nach dem atmosphärischen Gegenstück eines Raumes.
Anschliessend: offenes Künstlergespräch mit Marianne Landolt und Brigitte Schmid-Gugler unter der Leitung von Maricruz Peñaloza.

www.judhu.ch

18. November 2017 

REGI MÜLLER
Ripples

18.Nov. 10-16.30 Uhr / 19.Nov. 10-17 Uhr / 21.Nov. 14-19 Uhr / 22.Nov. 14-20 Uhr 

Zum Projekt «RIPPLES» lädt aus New York die Künstlerin Regi Müller in das MoE ein. Kleine Gipsscheiben, die im Verlauf der Ausstellung von den Besuchenden mittels Nadeln an die blanken Wände des Museums montiert werden, heben die Leere erfahrbar hervor. 

“Regi Müllers Werk weist zwei Wurzeln auf: Zum einen bezieht sie sich auf die Sprache der Minimal Art, zum anderen benutzt sie deren Ausdrucksmittel, um den Körper zur Sprache zu bringen. In kaum zu überbietender Konsequenz werden Materialien vom klassischen Gips bis zu zeitgenössischen Stoffen wie Polyurethan und die Verfahren der Reduktion, Serialität, Reihung und Variation modularer Elemente dazu eingesetzt, einen Ort des menschlichen Körpers im Raum zu umschreiben. Bereits durch das Verfahren des Abgusses der Module wird auf einen (abwesenden) Körper verwiesen. Teile sind stets auch auf grössere Einheiten bezogen. Massstabssprünge verhelfen der kleinen Einheit in der Installation zur grossen räumlichen Wirkung.”
Kunstkritiker Gerhard Mack
 

www.regimueller.com

5. November 2017  

INAUGURATION
Ein imaginäres Ereignis

Wein als Werk

Zur Reifezeit der Reben ist im Piemont und im MoE ein Wein entstanden, der als Kunstwerk und Krönung zum einjährigen Bestehen des Museums, eingeweiht wird. Der sonnengetränkte Weisswein ist leicht wie die Leere und kann sich, selbst leergetrunken, sehen lassen.

Hervorgegangen ist das Werk aus dem immateriellen Ereignis Mental Sculpture No. 4 der Künstlerin Karin Karinna Bühler. Besucherinnen und Besucher nahmen wenige Monate zuvor im Museum of Emptiness an einer mentalen Bildhauerei teil, die nachfolgend von der Künstlerin zu einem Text überführt wurde. Eine Szenerie an Bildfragmenten fügte sich aufgrund individueller Geschmacksempfindungen und Assoziationen zusammen. Das sprachlich errichtete Gebäude liest sich nun auf der Siebdruck-Etikette, die jede einzelne Weinflasche um eine Imagination erweitert.

Eingeweiht wird der Museumswein mit einem Input-Referat von Sibylle Omlin. Die Kunsthistorikerin und Autorin beschäftigt sich seit Jahren mit mündlich Überliefertem (Oral History) und stellt Bezüge zu Kunstgeschichte, Gedächtnis und Immaterialität her.

Der Museumswein bildet eine limitierte Kleinstauflage aus der Serie der MoE-Edition und kann an der Inauguration am 5. November erworben oder über mail@museumoe.com bestellt werden (solange Vorrat). Gerne wird das schillernde Unikat auf Wunsch auch wohlverpackt als Geschenk zugestellt.

 

22. Oktober 2017 

WASSILY
Liebesding

Vorspiel / Album-Prelistening

Mit verträumt elektronischen Klängen sorgt Wassily nicht nur an Musikfestivals für berauschende Auftritte. Im MoE wird der Musiker ein Prelistening zu seinem in der Folgewoche erscheinenden Doppel-Vinyl «Liebesding» geben. Zu sehen gibt es nichts, zu hören umso mehr. Expressiv und abstrakt (entsprechend seinem Namensvetter Kandinsky) lässt er zu seinem Debütalbum aufhorchen. Bevor Basil Kehl, alias Wassily, Plattentaufe im Palace feiert, dürfen wir hier auf die Reduktion seiner unverkennbaren Beats für die Leere gespannt sein.

www.wassily.ch

24. September 2017 

JULIA GERÖCS
True Love

Dritter performativer Abend der Performance-Reihe St. Gallen

Julia Geröcs entwickelt ihre Performences entlang sprachlicher Partituren, aus denen sie intime und persönliche Äusserungen zu mimetischen Bewegungsabläufen verdichtet. Die aus Budapest stammende Künstlerin beschäftigt sich mit verborgenen Emotionen und Fragen, welche um das menschliche Zusammenleben innerhalb unseres gesellschaftlichen Wertesystems kreisen. Ihre Aufführungen weisen sowohl Bezüge zum Objekttheater sowie zum zeitgenössischen Tanz auf. Durch die persönliche Erzählung Julia Geröcs wird das MoE zur ephemeren Bühne.
Anschliessend: offenes Gespräch unter der Leitung von Maricruz Peñaloza.

www.juliageroecs.com

Museumsnacht 9. September 2017 

NO SHOW MUSEUM
Nichts von Yves Klein

1 Jahr MoE und das Nichts kommt zur Leere
 
Anlässlich seines einjährigen Bestehens wird das «Museum of Emptiness» vom «No Show Museum» besucht, das sich dem Nichts und seinen vielfältigen Erscheinungsformen in der Geschichte der Kunst widmet. 
Die Leere, die sich im MoE als immaterielles Werk innerhalb einer bestehenden architektonischen Hülle definiert, spielt auch in der Sammlung des No Show Museums eine prominente Rolle. Nach ausgedehnten Ausstellungstourneen durch Europa und Nordamerika, mit einem Zwischenhalt an der Biennale in Venedig, wird das mobile Museum auch hier seine Mission verfolgen, Nichts in der Welt zu verbreiten.
In ihrer ersten gemeinsamen Sonderausstellung zeigen Gilgi Guggenheim, Gründerin des MoE und Andreas Heusser, Gründer des No Show Museum NICHTS VON YVES KLEIN. Der einflussreiche Avantgarde-Künstler (1928 – 1962) ist nicht nur berühmt für seine ultramarinblauen monochromen Gemälde, sondern gilt auch als Prophet und Popstar der Leere. In seinen theoretischen und künstlerischen Arbeiten erkundete er seit den 1950er Jahren die Möglichkeiten einer vollständigen Dematerialisierung der Kunst.
Die Sonderausstellung bespielt die Räumlichkeiten des MoE sowie ausgewählte Orte der Stadt und gibt einen historischen Einblick in die faszinierende Kunst des Nichts.

www.noshowmuseum.com
www.museumsnachtsg.ch

19. August 2017  

KARIN KARINNA BÜHLER
Mental Sculpture No. 4

Ein imaginäres Ereignis / Teil 1

Wein verändert den Wahrnehmungszustand. Vor allem aber weist das edle Nass eine äusserst vielfältige Geschmacksstruktur auf, die zu facettenreichen Beschreibungen des Getränks führt. Die über Nase, Gaumen und Zunge ins Hirn gelangten Informationen sollen sich dort mit adäquaten Erinnerungsbildern abgleichen.

Den ersten Teil des Ereignis` «Mental Sculpture No. 4» bildet ein öffentlicher Anlass, in welchem mit der Künstlerin Karin Karinna Bühler verbal modelliert wird. Die Besucherinnen und Besucher fabulieren ebenfalls mit und können so an der mentalen Bildhauerei teilhaben. Dabei entstehen aufgrund der Geschmacksempfindungen eigene innere Bilder, die das gängige Weinvokabular neu definieren. Ein erweiterter Raum wird geschaffen, in dem sich potenzielle Bilder und Imaginationen abseits des Bekannten entfalten können. Die abgerufenen Bildfragmente oder Szenerien werden formuliert und wachsen zu einer mentalen Skulptur, die bisweilen plastisch wirken kann. Gemeinsam wird ein imaginäres sprachliches Gebäude errichtet, das auf eigenen Assoziationen und Erinnerungen beruht. Ein Kondensat der Beschreibung wird Karin K. Bühler in eine Textarbeit für die Etikette des MoE – Museumsweins überführen. Diese rundet das Kunstwerk ab und bildet den zweiten Teil des Ereignis`, den die Kunsthistorikerin Sibylle Omlin im Herbst eröffnen wird. Die Autorin und Direktorin der École Cantonale d`Art du Valais gehört bereits im August zu den geladenen Gästen. 

Mit Mental Sculpture wendet sich Karin Karinna Bühler dem vermeintlich Abwesenden zu, das erst in der Begriffsfindung und im Austausch eine Form erhält. 

www.karinna.ch

2. Juli 2017  

PASCAL LAMPERT
Null-Muster

Zweiter performativer Abend der Performance-Reihe St. Gallen mit anschliessendem Künstlergespräch

Die Aktion Null-Muster wurde von Pascal Lampert innerhalb der Performance-Reihe St.Gallen für das MoE entwickelt und startet an der Wassergasse beim Gallusbrunnen, ganz in der Nähe des Museum of Emptiness. Von dort wird sich ein mit Wasser gestempeltes Muster aus Nullen die Wassergasse hinauf und über die Haldenstrasse zurück bis vor das MoE ziehen. Durch das verdunsten des Wassers auf der Strasse wird sich das Muster nach kurzer Zeit wieder auflösen. Im Museum dann erwartet die Besuchenden eine Videoinstallation, die den Schriftzug des MoE durchspielt und die Buchstaben fortlaufend verwischt. Pascal Lampert geht mit seiner Performance der Frage von flüchtig produzierten Zeichen unserer Umgebung nach: «All meine Arbeiten sind in einem Grundgefühl verankert, welches bei aller Klarheit der Form stets auch deren Vergänglichkeit mitdenkt».

www.pascallampert.kleio.com

Internationaler Museumstag 21. Mai 2017

GEN ATEM / MIRIAM BOSSARD
Meditated Vandalism

Form is Emptiness

Zum Internationalen Museumstag 2017 wird das Künstlerduo Gen Atem/Miriam Bossard von der Künstlerin Gilgi Guggenheim (Gründerin des MoE)  zu einem weissen Farbanschlag auf ihr Museum eingeladen.
„Das Aussprechen dieser paradoxen Einladung, stellt für uns bereits einen Akt der Kunst dar.“ schreibt das Künstlerduo „Und gerade dieser Widerspruch hat uns gereizt, daran teilzunehmen.“
Gen Atem begeisterte bereits in den 80ern, als Pionier des Urban Art Movement, Stars wie Keith Haring oder Jean Michel Basquiat, gelangte von der New Yorker Graffiti Kunst zur Zen-Kaligrafie und leitete später ein Meditationszentrum. Miriam Bossards Bildsprache schwingt zwischen Erinnerung und Vision und gilt dem Komponieren malerischer Zwischentöne von fragmentarischen Musterungen aus Fotografien ihrer Reisen. Unter dem Begriff MEDITATED VANDALISM entsteht im Museum der Leere das aussergewöhnliche Werk „Form is Emptiness“ das sich im Spannungsfeld von Sichtbarem und Unsichtbarem bewegt und für stilles Aufsehen sorgt.

www.miriambossard.com
www.genatem.com

 

 

2. April 2017

LILIAN FREI
The Ground of Being

Erster performativer Abend der Performance-Reihe St. Gallen

Über die Jahreszeiten verteilt, findet im MoE eine vierteilige Performance-Reihe mit eingeladenen Gästen statt. Die mexikanische Performance-Künstlerin und freie Kunstvermittlerin Maricruz Peñaloza lädt als Gastkuratorin dazu ein. Den Auftakt bildet die Künstlerin Lilian Frei aus Locarno, die The Ground of Being eigens für die Räumlichkeiten des MoE erarbeitete. Ihre Performance thematisiert die hauchdünne Verbindung von Innen und Außen und wird von Eagle de Botton, Tobias Büchi und Asad Hussain begleitet. Im Anschluss reflektiert Lilian Frei ihre Auseinandersetzung zum Begriff der Leere mit Gilgi Guggenheim und Adrian Riklin, unter der Gesprächsleitung von Maricruz Peñaloza.

25. Februar 2017

TEMPERATUR
Eine Wärmeskulptur

Andrea Vogel & Gilgi Guggenheim laden zur wohltemperierten Leere ein

Das neue Werk des MoE präsentiert sich als TEMPERATUR – eine physikalische Grösse. Die Künstlerinnen Andrea Vogel und Gilgi Guggenheim laden zur kalten Jahreszeit  in die wohltemperierte Leere ein. Jede Person, die den Innenraum betritt, beeinflusst durch ihre eigene Körperwärme oder durch mitgebrachte Wärmequellen das Raumklima und gestaltet so die physikalische nicht-sichtbare Form der Temperatur mit. Die Besuchenden werden Teil einer einmaligen temporär erlebbaren Wärmeskulptur.

September 2016

PAUL DIVJAK
Memories of Water

Molekül-Installation von Paul Divjak

«Heute besteht kaum Zweifel daran, dass die Vorstellung vom leeren Raum als statischem, ereignislosem Schauplatz vollkommen falsch ist. Infolge der Quantenschärfe ist der leere Raum ein Tummelplatz turbulenter Quantenaktivitäten.» Brian Greene (Der Stoff aus dem der Kosmos ist)
Es gibt Stimmen, die sagen, Wasser könne verschiedene Strukturen annehmen, es würde auf Umgebungseinflüsse und gar Emotionen reagieren, es hätte ein Gedächtnis und könne Information speichern. Andere wiederum sind davon überzeugt, bei Wasser handle es sich einfach um eine chemische Verbindung, die eine Formel habe: H2O.

Für «Memories of Water» hat Divjak Wasser aus dem Bodensee entnommen – Wasser, in dem auch jenes der Steinach enthalten ist – und es zurück nach St.Gallen gebracht. Dieser Weg führt geografisch wie zeitlich zum hier angelegten Klostergarten des frühen 9. Jahrhunderts zurück. Der Künstler entnimmt zudem, den damals angebauten 73 Kräutern und Heilpflanzen, drei Essenzen. Um die olfaktorische Idee eines verlorenen Paradiesgartens angereichert, werden die gesammelten Moleküle nun mittels spezieller Gerätschaft verwirbelt und im leeren Ausstellungsraum freigesetzt. Spuren aus Iris, Laurus und Ysop schwingen in «dieser geheimnisvollen Leere, die wir Raum nennen» (Peter Zumthor) und weihen das MoE symbolisch ein.

Paul Divjak, Konzeptkünstler und Autor, ist in den Bereichen Literatur, Musik, Film, Bildende Kunst, Olfaktorik und Kulturwissenschaft tätig und hat als Duftpoet internationale Museen verwandelt. Studium an der ZHdK, Promotion an der Universität Wien. Lebt in Wien. Zuletzt erschien von ihm der Band «Der Geruch der Welt». www.pauldivjak.com

10. September 2016

MUSEUMSNACHT
Eröffnung des MoE

Gilgi Guggenheim eröffnet das Museum der Leere mit der Ausstellung «Brighter than White»

Zum Auftakt lädt Guggenheim den Duftpoeten Paul Divjak ein, um das MoE mit seiner molekularen Installation «Memories of Water» einzuweihen. Der Konzeptkünstler hat bereits internationale Museen olfaktorisch verwandelt und reist zur Eröffnung des MoE aus Wien ein.

19 Uhr Eröffnungsrede Kristin Schmidt, Leitung Fachstelle Kultur.

 

museumsnacht

 

April 2016

GILGI GUGGENHEIM
Brighter than White

Mit der Eröfnungsausstellung «Brighter than White» benennt Gilgi Guggenheim (Gründerin des MoE) das eigentliche Werk ihres Museums: die Leere, als immaterieller beweglicher Innenraum. Mit dem Ausstellungstitel bezieht sie sich auf die Fähigkeit der Farbe Weiss, die alle Spektralfarben reflektiert. Die Künstlerin sieht darin eine Parallele zur Leere, die sie als grösstmögliche Fülle an Möglichkeiten versteht. Sie unterstreicht damit ihre Idee, das leerstehende MoE als begehbares Kunstwerk wahrzunehmen, in das sie Kulturschaffende einlädt um mit ihnen immaterielle Werke für das MoE zu entwickeln. Mit jeder Intervention, mit jeder reflektierten “Farbe” wächst die Leere zu einem beweglichen Innenraum und bleibt als soziale Skulptur lebendig.

Mehr unter Museum of Emptiness und in den Interviews mit Adrian Riklin zur Eröffnung des MoE.