2. Juli 2017  

PASCAL LAMPERT
Null-Muster

Zweiter performativer Abend der Performance-Reihe St. Gallen mit anschliessendem Künstlergespräch

Die Aktion Null-Muster wurde von Pascal Lampert innerhalb der Performance-Reihe St.Gallen für das MoE entwickelt und startet an der Wassergasse beim Gallusbrunnen, ganz in der Nähe des Museum of Emptiness. Von dort wird sich ein mit Wasser gestempeltes Muster aus Nullen die Wassergasse hinauf und über die Haldenstrasse zurück bis vor das MoE ziehen. Durch das verdunsten des Wassers auf der Strasse wird sich das Muster nach kurzer Zeit wieder auflösen. Im Museum dann erwartet die Besuchenden eine Videoinstallation, die den Schriftzug des MoE durchspielt und die Buchstaben fortlaufend verwischt. Pascal Lampert geht mit seiner Performance der Frage von flüchtig produzierten Zeichen unserer Umgebung nach: «All meine Arbeiten sind in einem Grundgefühl verankert, welches bei aller Klarheit der Form stets auch deren Vergänglichkeit mitdenkt».

www.pascallampert.kleio.com

Internationaler Museumstag 21. Mai 2017

MEDITATED VANDALISM
Gen Atem / Miriam Bossard

Form is Emptiness

Zum Internationalen Museumstag 2017 wird das Künstlerduo Gen Atem/Miriam Bossard von der Kuratorin des MoE Gilgi Guggenheim zu einem Farbanschlag auf ihr Museum eingeladen.
„Das Aussprechen dieser paradoxen Einladung, stellt für uns bereits einen Akt der Kunst dar.“ schreibt das Künstlerduo „Und gerade dieser Widerspruch hat uns gereizt, daran teilzunehmen.“
Gen Atem begeisterte bereits in den 80ern, als Pionier des Urban Art Movement, Stars wie Keith Haring oder Jean Michel Basquiat, gelangte von der New Yorker Graffiti Kunst zur Zen-Kaligrafie und leitete später ein Meditationszentrum. Miriam Bossards Bildsprache schwingt zwischen Erinnerung und Vision und gilt dem Komponieren malerischer Zwischentöne von fragmentarischen Musterungen aus Fotografien ihrer Reisen. Unter dem Begriff MEDITATED VANDALISM entsteht im Museum der Leere das aussergewöhnliche Werk „Form is Emptiness“ das sich im Spannungsfeld von Sichtbarem und Unsichtbarem bewegt und für stilles Aufsehen sorgt.

www.miriambossard.com
www.genatem.com

 

 

2. April 2017

LILIAN FREI
The Ground of Being

Erster performativer Abend der Performance-Reihe St. Gallen

Über die Jahreszeiten verteilt, findet im MoE eine vierteilige Performance-Reihe mit eingeladenen Gästen statt. Die mexikanische Performance-Künstlerin und freie Kunstvermittlerin Maricruz Peñaloza lädt als Gastkuratorin dazu ein. Den Auftakt bildet die Künstlerin Lilian Frei aus Locarno, die The Ground of Being eigens für die Räumlichkeiten des MoE erarbeitete. Ihre Performance thematisiert die hauchdünne Verbindung von Innen und Außen und wird von Eagle de Botton, Tobias Büchi und Asad Hussain begleitet. Im Anschluss reflektiert Lilian Frei ihre Auseinandersetzung zum Begriff der Leere mit Gilgi Guggenheim und Adrian Riklin, unter der Gesprächsleitung von Maricruz Peñaloza.

25. Februar 2017

TEMPERATUR
Eine Wärmeskulptur

Andrea Vogel & Gilgi Guggenheim laden zur wohltemperierten Leere ein

Das neue Werk des MoE präsentiert sich als TEMPERATUR – eine physikalische Grösse. Die Künstlerinnen Andrea Vogel und Gilgi Guggenheim laden zur kalten Jahreszeit  in die wohltemperierte Leere ein und versuchen diese während einer Stunde aufrecht zu erhalten. Jede weitere Person, die den Raum betritt, beeinflusst durch ihre eigene Körperwärme (sowie auch gerne mit einer mitgebrachten Wärmequelle, wie Heizlüfter oder Strahler) das Raumklima und gestaltet so die physikalische Grösse mit. Dadurch kann der Innenraum selbst eine menschliche Temperatur erreichen und die Besuchenden werden Teil der temporär erlebbaren Wärmeskulptur.

September 2016

PAUL DIVJAK
Memories of Water

Molekül-Installation von Paul Divjak

«Heute besteht kaum Zweifel daran, dass die Vorstellung vom leeren Raum als statischem, ereignislosem Schauplatz vollkommen falsch ist. Infolge der Quantenschärfe ist der leere Raum ein Tummelplatz turbulenter Quantenaktivitäten.» Brian Greene (Der Stoff aus dem der Kosmos ist)
Es gibt Stimmen, die sagen, Wasser könne verschiedene Strukturen annehmen, es würde auf Umgebungseinflüsse und gar Emotionen reagieren, es hätte ein Gedächtnis und könne Information speichern. Andere wiederum sind davon überzeugt, bei Wasser handle es sich einfach um eine chemische Verbindung, die eine Formel habe: H2O.

Für «Memories of Water» hat Divjak Wasser aus dem Bodensee entnommen – Wasser, in dem auch jenes der Steinach enthalten ist – und es zurück nach St.Gallen gebracht. Dieser Weg führt geografisch wie zeitlich zum hier angelegten Klostergarten des frühen 9. Jahrhunderts zurück. Der Künstler entnimmt zudem, den damals angebauten 73 Kräutern und Heilpflanzen, drei Essenzen. Um die olfaktorische Idee eines verlorenen Paradiesgartens angereichert, werden die gesammelten Moleküle nun mittels spezieller Gerätschaft verwirbelt und im leeren Ausstellungsraum freigesetzt. Spuren aus Iris, Laurus und Ysop schwingen in «dieser geheimnisvollen Leere, die wir Raum nennen» (Peter Zumthor) und weihen das MoE symbolisch ein.

Paul Divjak, Konzeptkünstler und Autor, ist in den Bereichen Literatur, Musik, Film, Bildende Kunst, Olfaktorik und Kulturwissenschaft tätig und hat als Duftpoet internationale Museen verwandelt. Studium an der ZHdK, Promotion an der Universität Wien. Lebt in Wien. Zuletzt erschien von ihm der Band «Der Geruch der Welt». www.pauldivjak.com

10. September 2016

MUSEUMSNACHT
Eröffnung des MoE

Gilgi Guggenheim eröffnet das Museum der Leere mit der Ausstellung «Brighter than White»

Zum Auftakt wird Konzeptkünstler Paul Divjak, der als Duftpoet internationale Museen olfaktorisch verwandelt, aus Wien einreisen um mit seiner molekularen Installation «Memories of Water» das MoE einzuweihen.

19 Uhr Eröffnungsrede Kristin Schmidt, Fachstelle Kultur.
Glasklares von Philipp Grob aus cocktails&bitters.
Ein offenes Feuer mit leerem Rost brennt für Mitgebrachtes.

museumsnacht

 

April 2016

GILGI GUGGENHEIM
Brighter than White

Mit der Eröfnungsausstellung «Brighter than White» benennt Gilgi Guggenheim das eigentliche Werk des MoE: die Leere. Damit bezieht sie sich auf die Farbe Weiss, die alle Spektralfarben reflektieren kann. Die Künstlerin sieht darin eine Parallele zur Leere, die sie als grösstmögliche Fülle an Möglichkeiten versteht. Sie unterstreicht damit die Idee, das leerstehende MoE als begehbares Kunstwerk zu verstehen, das mit jeder Intervention als soziale Skulptur wächst.

Mehr unter Museum of Emptiness und in den Interviews mit Adrian Riklin zur Eröffnung des MoE.